Zeit der Stille

Von Anfang bis Ende gilt: FÜHLEN IST DER SCHLÜSSEL!

„Nur im offenem, urteilsfreiem Raum können wir unsere Gefühle eingestehen." Pema Chödrön

„Nur im offenem, urteilsfreiem Raum können wir unsere Gefühle eingestehen. Nur im offenen Raum, nicht gefangene in unserer eigenen Version der Wirklichkeit, können wir hören, sehen und fühlen, wer andere wirklich sind und angemessen mit ihnen kommunizieren.“
aus „Wenn alles zusammenbricht“ von Pema Chödrön

Von Anfang bis Ende gilt: FÜHLEN ist der SCHLÜSSEL!
Wir sind geneigt, und das ist durchaus menschlich und sehr verständlich, unangenehmen Gefühlen aus dem Weg zu gehen. In diesen Situationen beginnen wir zu urteilen, wir geben entweder anderen, den Umständen oder uns selbst die Schuld. Dieses Gefühl kann für kurze Zeit angenehm sein, wenn wir glauben, recht zu haben und ziemlich unangenehm, wenn wir glauben, wir haben es nicht. Doch das ganze Hin und Her macht uns klein, es begrenzt unsere Möglichkeiten, unsere Perspektiven und letztlich auch unsere Welt.

All das entsteht, weil wir den Wunsch nach Dauerhaftigkeit haben, nach Beziehungen, die für immer halten, nach Glück, das ewig andauert, nach immerwährender Gesundheit, usw… oder anders, wir sehnen uns nach festem Boden unter den Füßen.

Doch die Dinge sind fundamental BODENLOS!

Niemand war, ist oder wird ewig glücklich sein, nie altern, ewig verliebt bleiben, nie krank sein, usw…

LEBEN HEISST ERFAHRUNGEN ZU MACHEN.

Das können wir aber nur, wenn wir nicht davor fliehen, diese Erfahrungen auch wirklich zu machen, sie zu fühlen, ihre Botschaft auf allen Ebenen zu begreifen, sie wirklich und wahrhaftig zu spüren.

Das muss aber kein Drama sein oder werden. Wenn wir die Flüchtigkeit, die Bodenlosigkeit unserer Existenz erkannt haben, wenn wir sehen, dass sich alles und jeder, auch wir selbst, sich im stetigen Wandel befindet, dann erkennen wir zwei wesentliche Dinge:
1) Alles Unangenehme ist ebenso flüchtig. Das macht dann JEDE Erfahrung zum Geschenk, einem Geschenk, das wir genießen oder aus der wir lernen können.
2) All unsere Urteile sind auf Sand gebaut. Wir können uns nicht daran festhalten und der Boden, auf dem wir glauben damit stehen zu können, lässt uns versinken. Es ist wagemutiger und entspricht mehr unserem vielschichtigen und vielseitigen Leben, wenn wir niemanden ausschließen, keine Feindbilder aufbauen, uns nicht spalten lassen.

Alltagstipps dazu in MOMENT DER STILLE: DAS BLICKFELD DES MITGEFÜHLS AUSDEHNEN

Ich wünsche euch einen Tag, an dem ihr jede Erfahrung als Geschenk sehen könnt, das euch in eure Mitte bringt. CM