Momente der Stille

DAS BLICKFELD DES MITGEFÜHLS AUSDEHNEN

Der Moment, in dem wir urteilen, ist der Moment, in dem wir wissen, dass wir fliehen.

DER MOMENT, IN DEM WIR URTEILEN, IST DER MOMENT, IN DEM WIR WISSEN, DASS WIR FLIEHEN.
Wir fliehen vor unseren Gefühlen.
Wir wollen Sicherheit.
Wir wollen uns wohl fühlen und uns nicht mit Zweifeln, Unsicherheiten und anderen Möglichkeiten rumschlagen.

Doch wir haben nur eine beschränkte Sichtweise, und so werden wir NIE sicher sein können, dass wir richtig liegen. Wir sehen nur einen Ausschnitt und nie das Ganze. Der Mensch, den wir gestern furchtbar fanden, entpuppt sich möglicherweise heute aus überaus liebenswert.
Außerdem sind alle Dinge, jeder Umstand, jedes Lebewesen und jeder von uns im stetigen Wandel.

Es gibt nichts woran wir festhalten können, schon gar nicht an unseren Urteilen und Einschätzungen.
Je mehr wir das tun, umso mehr werden wir leiden.

Das heißt nicht, dass wir fatalistisch alles hinnehmen müssen. Wir können uns für Frieden, Freiheit, Umwelt, Ungerechtigkeit, usw. einsetzten und dabei auch durchaus leidenschaftlich sein. Doch sollten wir dabei nie vergessen uns einen offenen und urteilsfreien Geist zu bewahren. Nur so können wir erkennen wie Menschen und Umstände wirklich sind. Nur so können wir angemessen kommunizieren. Nur so vergrößern wir nicht das Leid, sondern ermöglichen wir uns und unserem Gegenüber MITGEFÜHL, VERSTÄNDNIS und VERSTÄNDIGUNG.

Das heißt, in dem Moment, in dem du erkennst, dass du urteilst, gibt es ZWEI MÖGLICHKEITEN, um wieder in deine Mitte zu kommen:
1) Vergiss für einen Augenblick die Situation!
Was fühlst du?
Kannst du für dieses Gefühl die Verantwortung übernehmen?
Kannst du es in deinem Körper spüren, zu dir nehmen und bei dir lassen?
Wenn ja, dann schau dir dein Gegenüber an!
Spürst du sein oder ihr Leid?
Wenn ja, dann hast du bereits MITGEFÜHL und das WUNDER kann in den meisten Fällen geschehen. VERSTÄNDNIS UND VERSTÄNDIGUNG PASSIERT DANN SCHEINBAR VÖLLIG VON SELBST.

2) Wenn du merkst, dass dir das alles zu viel ist und DU ZEIT BRAUCHST, um dich und deine Gefühle zu spüren, dann NIMM SIE DIR. Es ist in Ordnung zu sagen, ich kann jetzt nicht, lass uns in einer Stunde, morgen oder wann immer es für dich passt, weiterreden. Mitgefühl kann man nicht aus dem Kopf erzwingen. IN DEM MAẞE IN DEM DU MIT DIR MITFÜHLEND UMGEHEN KANNST, IN DEM MAẞE KANNST DU ES AUCH MIT ANDEREN.

Mehr zu diesem Thema findet ihr in: ZEIT DER STILLE: Von Anfang bis Ende gilt: FÜHLEN ist der SCHLÜSSEL!

Wenn du Lust hast, dann schreib mir, wie es dir gelingt mitfühlend mit dir zu sein. CM