Zeit der Stille

DIE NACHT DER ERLEUCHTUNG Teil 3: DER TOD UND WAS ER WIRKLICH BEDEUTET: Der 3. MARA

Der Tod wird oft verdrängt. Wir wollen nicht darüber nachdenken. Doch gerade im Erkennen der Vergänglichkeit liegt die Befreiung von der Angst.

Es ist zu Beginn beängstigend über den Tod nachzudenken. Doch man kann klein beginnen:
Denken wir zuerst über die Vergänglichkeit nach. Spüren wir, was uns eher nichts ausmacht, wenn es geht und welche Gefühle wir haben, wenn etwas für uns Bedeutendes geht. So können wir erkennen:

  • DIE VERGÄNGLICHKEIT IST ALLGEGENWÄRTIG.
  • JEDER ZUSTAND IST INSTABIL.
  • KEIN MOMENT LÄSST SICH FESTHALTEN.

Das bedeutet, der Tod ist in jedem Augenblick unseres Lebens präsent.

IM SPIRITUELLEN SINN WIRD DER TOD ALS LEIDEN GESEHEN:

Die Angst zu sterben, weil wir am Leben anhaften. Hervorgerufen durch die ZEITILLUSION, später praktizieren zu können, um die Vergänglichkeit nicht in jeden Augenblick des Lebens zu sehen.
DOCH: Wo ist der gestrige Tag? Was passierte mit meiner ersten großen Liebe? Wo ist die Verzweiflung, die Wut, die Angst, die ich möglicherweise vor wenigen Augenblicken fühlte?
Sie sind alle vergangen, verblasst. Sie haben meist keinerlei Bedeutung mehr, vielleicht sind sie noch eine Erinnerung.
Das bedeutet durch das Verschieben der Ängste die, die Vergänglichkeit, der Tod auslöst, hält er die Menschen im Kreislauf des Leidens fest.

IM PSYCHOLOGISCHEN SINN GEHT ES UM DIE ANGST NICHT ZU SEIN.

Der Widerstand gegen die Auflösung des ICHs. Das habe ich ausführlich in meinem vorigen Blogbeitrag beschrieben. Es geht um das Festhalten an Identität, Geschichten und deren Bedeutung.
Bin ich tatsächlich noch der gleiche Mensch, der ich als Kind, als Teenager, als junger Erwachsene, als Mutter, Vater,…..war? Bin ich noch der gleiche Mensch wie gestern?

DIESE ÄNGSTE VERHINDERN DAS LOSLASSEN, DAS FÜR DAS ERWACHEN NOTWENDIG IST.

Wie hat Siddhartha diese Erkenntnis erreicht?

1) Durch die tiefe Einsicht in die VERGÄNGLICHKEIT allen Seins.
2) Das es KEIN FESTES SELBST gibt.
3) Nicht der Tod soll besiegt werden, sondern die ANGST davor.

Was also können wir tun?

  • MEDITIEREN ÜBER DIE VERGÄNGLICHKEIT ALLER DINGE. Die Natur eignet sich dafür hervorragend. ( Z.B.: Die Blume wächst, blüht und verblüht.)
  • IN DIE STILLE, LEERE, NICHT-KONTROLLE GEHEN.
  • ERKENNEN, DASS ES KEINEN PERFEKTEN ZEITPUNKT GIBT, UM ANZUFANGEN. TU ES EINFACH! JETZT!

Ich wünsche dir, dass du die Angst vor der Vergänglichkeit loslassen kannst, sie als wichtigen und unerlässlichen Teil des Lebens siehst und dahinter die unendliche Befreiung erlebst. Auch dieser Mara ist im wahrsten Sinn des Wortes existenziell und daher braucht es Mut und Ausdauer und den Glauben an dich selbst.

Wenn du bei diesem schwierigen Thema Hilfe brauchst, bin ich gerne für dich da. CM