Was ist Instrumentalisierung?
Instrumentalisierung beschreibt den reinen Nutzen von Menschen zur Durchsetzung der eigenen Ziele. Sie beginnt dort, wo der Mensch bloß als Mittel zum Zweck benutzt wird, wo Würde und Eigenständigkeit eines Menschen keine Relevanz mehr hat.
Wir leben wieder in Zeiten, in denen wir auf vielen Ebenen benutzt werden und selbst benutzen und dabei die Menschlichkeit verlieren. Wir erleben es in den sozialen Medien, wenn die Aufmerksamkeit zur Währung wird oder in unserem Berufsleben, wenn nur mehr Gewinnmaximierung und Shareholdervalue im Mittelpunkt steht oder in unseren Beziehungen, die allzu oft nur bis zur nächsten Attraktion halten.
Wie kommen wir wieder zu uns selbst und so zu einem WIR, das alle inkludiert?
Kant meint dazu in den Grundlagen zur Metaphysik der Sitten von 1785:
- Handle nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz wird. (kategorischer Imperativ)
Das heißt, handle so, dass deine Handlungsregel stets für alle gelten könnten. Niemand möchte gerne instrumentalisiert werden. - Handle so, dass du die Menschheit sowohl in einer Person, als in der Person eines anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.
Das bedeutet, behandle alle Menschen mit Würde. Auch das schließt jede Instrumentalisierung aus. - Der Wille muss sich selbst als allgemein gesetzgebend betrachten.
Kant meint, dass Moral aus der Vernunft entsteht, nicht aus äußeren Autoritäten.
Das klingt gut, doch wie komme ich dazu ohne mich stets schlecht und überfordert zu fühlen?
Die Antwort ist: KOMM IN DEINE MITTE!
Wie?
. GEH IN DIE STILLE!
. HÖR IN DICH HINEIN!
. HÖR WELCHE BEDÜRFNISSE DU WIRKLICH HAST!
. GLAUB NICHT ALLES WAS DU DENKST! DEIN HERZ IST VIEL WEISER ALS DEIN VERSTAND!
Ist das ein Widerspruch zur Vernunft im kantschen Sinn? Nein! Vernunft ist nicht „kaltes“ Denken, es ist KLARES DENKEN, fernab von spontanen Gedanken und alten Prägungen.
. Dann gelingt es dir, anderen wirklich und wahrhaftig zuzuhören.
. Dann kannst du die Not, das Leid und die Bedürftigkeit hinter dem Gepolter hören.
. Dann hast du die Möglichkeit wahrhaftig mitfühlend sein – mit dir und mit anderen.
Die Frage ist nicht: Wie verändere ich die Welt?
Sondern: Wie begegne ich mir und dem Menschen vor mir?
Ich wünsche dir diese Stille, in der du dir heute begegnen kannst.
Manchmal ist es gut ein Stück dieses Weges nicht alleine zu gehen. Wenn du Begleitung suchst, helfe ich dir gerne DEINEN RAUM DER STILLE zu entdecken. CM